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    {"id":137,"date":"2015-09-16T13:16:20","date_gmt":"2015-09-16T13:16:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falco.at\/wordpress\/?page_id=137"},"modified":"2015-11-27T22:53:25","modified_gmt":"2015-11-27T22:53:25","slug":"kindheit-und-jugend","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.falco.at\/?page_id=137","title":{"rendered":"Kindheit und Jugend"},"content":{"rendered":"<div align=\"justify\">Am 19.2.1957 um 13.15 Uhr sollte Johann H\u00f6lzels ereignisreiches wie schicksalhaftes Leben beginnen. So problemlos die Geburt verlief, so schwierig\u00a0gestaltete sich die Schwangerschaft. Maria H\u00f6lzel &#8211; sie war damals Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin einer Filiale der W\u00e4scherei Habsburg im 14. Wiener Gemeindebezirk &#8211; wurde im dritten Schwangerschaftsmonat mit einem Blutsturz in die Frauenklinik Gersthof eingeliefert. Sie verlor Zwillinge und war deswegen sehr niedergeschlagen, denn sie w\u00fcnschte sich nichts so sehr wie ein Kind &#8211; und dann w\u00e4ren es sogar noch Zwillinge gewesen. Zur Beobachtung behielt man Maria H\u00f6lzel \u00fcber Nacht im Spital. Als der Arzt am n\u00e4chsten Tag nach der Untersuchung eine Schwangerschaft feststellte, traute sie ihren Ohren nicht. &#8222;Sie m\u00fcssen sich irren, ich habe doch gestern meine Zwillinge verloren!&#8220; erwiderte Maria H\u00f6lzel v\u00f6llig konsterniert. Erst ein paar Augenblicke sp\u00e4ter realisierte sie, da\u00df sie eigentlich Drillinge erwartet h\u00e4tte. Die Freude konnte gar nicht richtig aufkeimen, denn der Arzt meinte gleich bestimmend: &#8222;Wir machen eine K\u00fcrettage, denn wenn Sie zwei Babies verloren haben, dann werden Sie auch das dritte verlieren!&#8220; Dieser Selbstherrlichkeit des Arztes setzte Maria H\u00f6lzel energisch und couragiert entgegen: &#8222;Nein, wir machen gar nichts!&#8220;, denn sie wollte dieses Kind unbedingt &#8211; und sie bekam es.<\/p>\n<p>Es war ein gro\u00dfer, kr\u00e4ftiger Bub, wog 4,95 kg, war 54 cm gro\u00df und machte schon vom ersten Moment an mit seiner lauten Stimme auf sich aufmerksam. Seine Mutter erinnert sich, da\u00df ihr die Hebamme ihr Kind mit den prophetischen Worten: &#8222;Da haben Sie Ihren kleinen S\u00e4ngerknaben!&#8220; in die Arme gelegt hat. &#8222;Wenn alle Babies ruhig waren und eines zu schreien begann, dann konnte man sicher sein, da\u00df es meines war.&#8220;<\/p>\n<p>Hans wurde in kleinb\u00fcrgerliche Verh\u00e4ltnisse hineingeboren. Sein Vater Alois H\u00f6lzel, ein Nieder\u00f6sterreicher, verlor sehr fr\u00fch seine Eltern, wodurch ihm jegliche M\u00f6glichkeit einer weiteren schulischen Ausbildung genommen wurde. Auf sich allein gestellt, begann er eine Schlosserlehre und arbeitete sich mit viel Flei\u00df bis zum Werkmeister einer Maschinenfabrik empor. Die junge Familie H\u00f6lzel wohnte in einer zirka 70 m\u00b2 gro\u00dfen Mietwohnung in der Ziegelofengasse Nr. 26 im 5. Wiener Gemeindebezirk. Das Haus, in dem Hans aufwuchs, wurde l\u00e4ngst abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Die Mutter von Maria H\u00f6lzel bezog, wenige Jahre nachdem Hans geboren wurde, eine kleine Wohnung im Haus gegen\u00fcber &#8211; direkt \u00fcber dem Gasthaus &#8222;Altes Fassl&#8220;, das in sp\u00e4teren Jahren ein Stammlokal von Hans werden sollte -, um in der N\u00e4he ihres Enkelkindes sein zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Da\u00df Hans eine musikalische Ader hatte, merkte man schon von fr\u00fchester Kindheit an. Eine seiner Lieblingsbesch\u00e4ftigungen war, zur Musik im Radio zu dirigieren. Mit der einen Hand hielt er sich am Gitterbett an &#8211; er konnte noch kaum stehen -, die andere Hand bewegte er im Takt der Musik. Als er dann etwas \u00e4lter war, pfiff und tr\u00e4llerte er zu im Radio gespielten Schlagern wie &#8222;Anneliese, wann wirst du endlich einmal gescheiter?&#8220;. Hans wuchs unter der Obhut dreier Frauen auf, n\u00e4mlich Mutter, Gro\u00dfmutter m\u00fctterlicherseits und einer Nachbarin, die er liebevoll &#8222;Schlintzi&#8220; nannte. Die Gro\u00dfmutter &#8211; sie stammte aus Bad Tatzmannsdorf im Burgenland &#8211; liebte ihn \u00fcber alles, las ihm jeden Wunsch von den Lippen ab und lie\u00df ihm alles durchgehen, ein Umstand, den sich Hans immer \u00f6fter zunutze machte. Seine Mutter hingegen, die sein ganzes Leben seine wichtigste Bezugsperson sein wird, hielt die Z\u00fcgel straff, was hin und wieder zu Konflikten mit ihrer Mutter f\u00fchrte. Um das Familieneinkommen etwas aufzubessern, \u00fcbernahm Maria H\u00f6lzel 1959 ein kleines Lebensmittelgesch\u00e4ft in der Ziegelofengasse.<br \/>\n&#8222;In den Kindergarten wollte der Hans nie gehen, und so blieb er eben zu Hause. Der Hans war ein sehr angenehmes Kind, ich kann mich nicht erinnern, da\u00df es in irgendeiner Form Schwierigkeiten gegeben h\u00e4tte. Er war fast \u00fcberdurchschnittlich brav&#8220;, erinnert sich seine Mutter.<\/p>\n<p>Zum vierten Geburtstag w\u00fcnschte sich Hans eine Ziehharmonika. Eine Musiklehrerin riet den Eltern aber dazu, ihrem Kind Klavierunterricht zuteil werden zu lassen, er k\u00f6nne ja sp\u00e4ter immer noch auf Ziehharmonika umsteigen. So kauften sie ihm also keine Ziehharmonika, sondern einen Stutzfl\u00fcgel und meldeten ihn bei der Musikp\u00e4dagogin Dr. Bodem in der Fillgradergasse &#8211; unweit der Ziegelofengasse &#8211; zum Klavierunterricht an.<\/p>\n<p>Hans bekam zweimal in der Woche eine Stunde Unterricht, und seine Lehrerin war sehr zufrieden mit ihrem Sch\u00fctzling. Er habe gro\u00dfes Talent, besonders f\u00fcr Beethoven habe er ein Geh\u00f6r, sagte sie einmal zu Maria H\u00f6lzel, was sie nat\u00fcrlich sehr stolz auf ihren Sohn machte. Obwohl er keine einzige Note kannte, spielte er mit f\u00fcnf Jahren bereits an die 30 Schlager zweih\u00e4ndig. Wenn er im Radio ein Musikst\u00fcck h\u00f6rte, das ihm gefiel, setzte er sich ans Klavier und spielte es nach Geh\u00f6r nach.<strong><\/p>\n<h5><a href=\"https:\/\/www.falco.at\/#bio\" title=\"Biographie\">>>zur\u00fcck zur BIOGRAPHIE<<<\/a><\/h5>\n<p><\/strong><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 19.2.1957 um 13.15 Uhr sollte Johann H\u00f6lzels ereignisreiches wie schicksalhaftes Leben beginnen. So problemlos die Geburt verlief, so schwierig\u00a0gestaltete sich die Schwangerschaft. Maria H\u00f6lzel &#8211; sie war damals Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin einer Filiale der W\u00e4scherei Habsburg im 14. Wiener Gemeindebezirk &#8211; wurde im dritten Schwangerschaftsmonat mit einem Blutsturz in die Frauenklinik Gersthof eingeliefert. 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