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    {"id":149,"date":"2015-09-16T14:03:13","date_gmt":"2015-09-16T14:03:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falco.at\/wordpress\/?page_id=149"},"modified":"2015-11-27T22:36:10","modified_gmt":"2015-11-27T22:36:10","slug":"die-weichen-werden-gestellt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.falco.at\/?page_id=149","title":{"rendered":"Die Weichen werden gestellt"},"content":{"rendered":"<div align=\"justify\">Die erste Band, in die Hans als Bassist einstieg &#8211; er war 17 -, nannte sich &#8222;Umspannwerk&#8220;. Geprobt wurde im Keller des Hauses in Kaltenleutgeben, das den Eltern eines Freundes von Hans geh\u00f6rte. Hans \u00fcberredete seine Mutter, weil Kaltenleutgeben 15 km weit von Wien entfernt liegt und er nicht mobil war, ihm ein Moped zu kaufen. Nun konnte Hans, so oft er wollte, nach Kaltenleutgeben zu den Proben fahren. Auf sein erstes Auto malte er gro\u00df &#8222;Umspannwerk&#8220;. Mit 17 k\u00fcndigte Hans seinen Job in der Pensionsversicherungsanstalt, ohne genau zu wissen, wie es beruflich weitergehen solle. Er meldete sich deshalb freiwillig zum Bundesheer und perfektionierte in dieser Zeit sein Ba\u00dfgitarrenspiel. Damals habe er genau genommen erst richtig gelernt, mit der Ba\u00dfgitarre umzugehen, sagte Falco sp\u00e4ter einmal.<\/p>\n<p>Nach seiner Zeit beim Bundesheer besuchte er drei Semester lang das Wiener Jazz-Konservatorium in der Johannesgasse im 1. Bezirk. Er war aber nicht mit gro\u00dfer Freude dabei, vielmehr wollte er seiner Mutter einen Gefallen tun, jedoch vermittelte ihm das Studium die notwendige Theorie, um sp\u00e4ter als Musiker brillieren zu k\u00f6nnen, und best\u00e4tigte ihn vollends darin, Profimusiker werden zu wollen.<\/p>\n<p>In den sp\u00e4ten siebziger Jahren befand sich die Musikszene im Umbruch. Der Punk, von dem Hans von Anfang an fasziniert war, eroberte von Gro\u00dfbritannien aus Europa. Der Kultstar David Bowie, selbst durch deutsche Bands wie Kraftwerk und Can inspiriert, brachte seine wegweisende Berlin-Trilogie &#8222;Low&#8220;, &#8222;Heroes&#8220; und &#8222;Lodger&#8220; heraus und pr\u00e4gte zu dieser Zeit Berlin, was Hans H\u00f6lzel dazu bewog, f\u00fcr einige Zeit nach Westberlin zu gehen. Er versuchte, in der dortigen Musikszene Fu\u00df zu fassen. Falco sagte viele Jahre sp\u00e4ter: &#8222;Bowie war einer der Gr\u00fcnde, warum ich in Berlin war, ich wollte ihm \u00fcber den Weg laufen. Bowie war mein Idol. Er hat f\u00fcr die deutschsprachige Popmusik immens viel getan. Das Album ,Helden&#8216; war f\u00fcr mich eine Initialz\u00fcndung.&#8220;<\/p>\n<p>Als Jazz-Rocker spielte Hans in den verschiedensten Berliner Bands und bekam rund 1.000 Schilling pro Abendauftritt. &#8222;Es war zwar eine ganze Menge, aber auch immer weniger, als ich ausgegeben habe. Ich hatte nie Geld in Berlin&#8220;, erinnerte sich Falco. Richtig ans\u00e4ssig ist er in Berlin nie geworden, alles in allem verbrachte er rund ein Jahr in Berlin. Viele seiner sp\u00e4teren Lieder reflektieren diese Zeit.<\/p>\n<p>Ende der siebziger Jahre formierte sich rund um den Wiener Szenepapst Wickerl Adam eine Gruppe: das 1. Wiener Musiktheater, aus dem sich sp\u00e4ter die Hallucination Company entwickelte. Die Konzerte der &#8222;Bl\u00f6delbigband&#8220; fanden in der Bernoullistra\u00dfe im 22. Wiener Gemeindebezirk im Rahmen der Wiener Institution &#8222;Kultur in den Au\u00dfenbezirken&#8220; statt. Wickerl Adam wurde eines Tages in der M\u00f6dlinger Fu\u00dfg\u00e4ngerzone auf einen jungen, gutaussehenden Stra\u00dfenmusikanten aufmerksam, der in einer Band Ba\u00df spielte. &#8222;Der hat dort in M\u00f6dling gespielt, als wenn er im Madison Square Garden spielen w\u00fcrde, als st\u00fcnde er vor Tausenden Leuten &#8211; aber dort war niemand!&#8220;, erinnert sich Wickerl Adam. Er wollte den hochbegabten jungen Mann unbedingt f\u00fcr seine Gruppe gewinnen &#8211; und Hans H\u00f6lzel z\u00f6gerte nicht. Schon damals machte sich bemerkbar, da\u00df Hans H\u00f6lzel keine Halbheiten die Musik betreffend vertrug, Akribie und Perfektion standen f\u00fcr ihn immer im Vordergrund. Adam: &#8222;Ich verlangte acht Stunden Probe t\u00e4glich, und dem Hans hat das gefallen. Er war immer p\u00fcnktlich, ein Typ, mit dem man arbeiten konnte.&#8220; Hans wird von seinen Musikerkollegen als damals sehr bescheidener, sehr ruhiger und umg\u00e4nglicher Typ beschrieben.<strong><\/p>\n<h5><a href=\"https:\/\/www.falco.at\/#bio\" title=\"Biographie\">>>zur\u00fcck zur BIOGRAPHIE<<<\/a><\/h5>\n<p><\/strong><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erste Band, in die Hans als Bassist einstieg &#8211; er war 17 -, nannte sich &#8222;Umspannwerk&#8220;. Geprobt wurde im Keller des Hauses in Kaltenleutgeben, das den Eltern eines Freundes von Hans geh\u00f6rte. 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