﻿    <style type="text/css">
  .fb-like span {
overflow:visible !important;
width:450px !important;
margin-right:-200px;
}
 </style>
        <style type="text/css">
  .fb-like span {
overflow:visible !important;
width:450px !important;
margin-right:-200px;
}
 </style>
    {"id":262,"date":"2015-10-31T22:58:55","date_gmt":"2015-10-31T22:58:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falco.at\/wordpress\/?page_id=262"},"modified":"2015-11-27T22:44:29","modified_gmt":"2015-11-27T22:44:29","slug":"falco-wird-weltstar","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.falco.at\/?page_id=262","title":{"rendered":"Falco wird Weltstar"},"content":{"rendered":"<div align=\"justify\">Nach Wien zur\u00fcckgekommen, sagte er sich abrupt von seinem Produzenten Robert Ponger los und wechselte auf Vermittlung von Horst Bork zum holl\u00e4ndischen Produzenten-Br\u00fcderpaar Rob und Ferdi Bolland, die in Hilversum ihr Bullet Sound Studio betreiben und mit denen er eine Cover Version des Cars Titels \u201eLooking for love\u201c einspielen wollte . Zu dieser Zeit erschienen einige Mozart-kritische B\u00fccher, eine mehrteilige Fernsehserie \u00fcber Mozart wurde ausgestrahlt, und es kam der mit mehreren Oscars ausgezeichnete Film &#8222;Amadeus&#8220; von Milos Forman in die Kinos. Wolfgang Amadeus Mozart war in aller Munde. Das inspirierte die Gebr\u00fcder Bolland dazu, das Leben Mozarts ungeschminkt in einem Popsong zu verarbeiten und diesen Song spielten sie Falco vor. Das Ergebnis war &#8222;Rock me Amadeus&#8220;, ein Song, der alle bisherigen Grenzen der deutschen Popmusik sprengen und v\u00f6llig neue Ma\u00dfst\u00e4be setzen sollte. Als Falco das Playback zum ersten Mal h\u00f6rte, war ihm klar, da\u00df er die richtigen Produzenten gefunden hatte, d.h. im Sommer 1985 sollte auch fast die komplette LP &#8222;Falco 3&#8220; in Hilversum aufgenommen werden. Mit diesem Album, das sich im Stil von den beiden vorangegangenen g\u00e4nzlich unterscheidet &#8211; es ist wesentlich kommerzieller, die Musik poppiger -, schaffte Falco endg\u00fcltig den internationalen Durchbruch. Bereits im Mai 1985 wurde &#8222;Rock me Amadeus&#8220; als Single ausgekoppelt und st\u00fcrmte sofort nach Ver\u00f6ffentlichung an die erste Stelle der \u00f6sterreichischen Hitparade, wo sich der Song sechs Wochen lang hielt &#8211; zwei Wochen sp\u00e4ter wurde er Spitzenreiter der deutschen Hitparade. Am 15. Mai 1985, kurze Zeit nach der ersten Single-Auskoppelung, mu\u00dfte Falco erstmals vor gro\u00dfem Publikum bestehen, denn er wurde von B\u00fcrgermeister Dr. Helmut Zilk eingeladen, das Er\u00f6ffnungskonzert vor der phantastischen Kulisse des Wiener Rathauses zu bestreiten. Dies war eine Novit\u00e4t, denn bis zu diesem Tag war es Tradition gewesen, da\u00df K\u00fcnstler aus dem Bereich der ernsten Musik diesen Part zugesprochen erhielten. Die Entscheidung der Verantwortlichen war goldrichtig: Das Konzert wurde ein triumphaler Erfolg und \u00fcbertraf alle Erwartungen bei weitem. Mehr als 40.000 Menschen waren gekommen, um dieses unverge\u00dfliche Falco-Konzert mitzuerleben, das auch im Fernsehen \u00fcbertragen wurde. Falco fragte w\u00e4hrend seines Auftritts die begeisterte Menge: &#8222;Wollt ihr den totalen Falco?&#8220; &#8211; &#8222;Ja!&#8220; war die Antwort. Und sie bekam ihn. <\/p>\n<p>Die bildhafte Umsetzung des Popsongs &#8222;Rock me Amadeus&#8220; besorgten die Videoproduzenten Rudi Dolezal und Hannes Rossacher, mit denen Falco w\u00e4hrend seiner ganzen Karriere eng zusammenarbeitete. Gemeinsam mit ihnen entwickelte Falco eine ihm eigene Bildsprache, wodurch er der erste europ\u00e4ische Popmusiker wurde, der die Zeichen der internationalen Videoclipkultur f\u00fcr sich zu nutzen wu\u00dfte und sie weltweit mit pr\u00e4gte. Falco spielt in diesem Videoclip eine Doppelrolle: Einmal verk\u00f6rpert er den Wolfgang Amadeus Mozart des 20. Jahrhunderts, dann wieder befindet er sich als Falco im Smoking in der Rokokozeit, ist also immer im &#8222;falschen&#8220; Jahrhundert. Als &#8222;Mozarts&#8220; Leibw\u00e4chter agieren im Video, das im Wiener Palais Schwarzenberg gedreht wurde, wildb\u00e4rtige Motorrad-Rocker (die \u201eoutsider\u201c) &#8211; 13 Jahre sp\u00e4ter werden sie ihm die letzte Ehre erweisen und seinen Sarg tragen. Im Sommer 1985 wurde Falco von der Popgruppe Opus eingeladen, an einem Open air im Grazer Stadion Liebenau mitzuwirken. Am Vorabend des Konzertes ging er nach den Proben mit Opus mit ein paar Freunden in ein Grazer Caf\u00e9, wo er seine sp\u00e4tere Frau Isabella Vitkovic kennenlernte. Er war sofort Hals \u00fcber Kopf in sie verliebt. Sie entsprach genau seinem Idealtypus von Frau, wie er immer wieder ironisch meinte: gro\u00df, blond und tuberkul\u00f6s. Isabella stammt aus b\u00fcrgerlichen Verh\u00e4ltnissen und war damals noch mit einem um 19 Jahre \u00e4lteren Mann verheiratet, wu\u00dfte aber, da\u00df sie in dieser Beziehung nicht mehr weiterleben konnte. Hans bat sie, zu ihm nach Wien zu ziehen, und sie kam diesem Wunsch gerne nach. Ein paar Wochen sp\u00e4ter behauptete Isabella, sie w\u00e4re in der ersten Nacht mit Hans, die sie im Grazer Schlo\u00dfberghotel miteinander verbrachten, schwanger geworden.<\/p>\n<p>\u201eF\u00fcr Sie\u201c schrieb am 19. November 1985: &#8222;Die ehemalige ,Mi\u00df Styria&#8216; war in Falco schon via Bildschirm so vernarrt, da\u00df sie ihn unbedingt kennenlernen wollte. Die Chance bot sich, als er im Juli im Grazer Schlo\u00dfberghotel weilte: Mit einem Trick luchste Isabella dem Portier Hansis Zimmerschl\u00fcssel ab und erwartete ihn in seiner Suite. &#8230; Jetzt wird er Vater.&#8220; Die beiden entschlossen sich dazu, das Kind zu bekommen. F\u00fcr Falco bedeutete der Umstand, Vater zu werden, einen Wendepunkt in seinem Leben, er hoffte, da\u00df ihm das Kind in seinem wilden Leben eine St\u00fctze sein werde, denn insgeheim suchte er Geborgenheit und Halt.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Erfolge gaben Falco gen\u00fcgend R\u00fcckenwind, um im Herbst 1985 erstmals gro\u00df auf Tournee zu gehen. Auf dem Konzertplan standen Auftritte in \u00d6sterreich, Deutschland und der Schweiz. Ein wahrer Triumphzug f\u00fcr Falco wurde das restlos ausverkaufte Konzert in der Wiener Stadthalle am 31. Oktober 1985. Mehr als 11.000 Menschen jubelten Falco, der w\u00e4hrend des Konzerts fast ein dutzendmal seine B\u00fchnenkleidung wechselte, vor Begeisterung zu. H\u00f6hepunkt der Konzerte war immer die allerletzte Zugabe, sein gr\u00f6\u00dfter Hit: &#8222;Rock me Amadeus&#8220;, bei der Falco in roter, mit goldenen Biesen besetzter Phantasieuniform-Jacke, schwarzer Hose und Tennisschuhen auf die B\u00fchne kam.<\/p>\n<p>Seine erste Tournee wurde ein Riesenerfolg und gab Falco die Sicherheit, in Zukunft auch in gr\u00f6\u00dferen Hallen bestehen zu k\u00f6nnen, denn man war vorsichtig und suchte sich &#8211; abgesehen von der Wiener Stadthalle &#8211; Konzerthallen mittlerer Gr\u00f6\u00dfe aus. Nach &#8222;Vienna Calling&#8220;, einem Song, mit dem Falco europaweite Erfolge erzielen konnte, folgte &#8222;Jeanny&#8220; als dritte Singleauskoppelung des Albums &#8222;Falco 3&#8220;. Dieser Song und das dazugeh\u00f6rige Video sorgten f\u00fcr einen handfesten Skandal. Der deutsche Nachrichtenmoderator Dieter Kronzucker, dessen beide T\u00f6chter einige Jahre zuvor in Italien entf\u00fchrt worden waren, machte mit einem sechsmin\u00fctigen Beitrag in der Nachrichtensendung &#8222;heute journal&#8220; &#8222;Jeanny&#8220; zum Skandallied und rief zum Rundfunkboykott auf. Falco, f\u00fcr den &#8222;Jeanny&#8220; ein Liebeslied war, wurde unterstellt, er w\u00fcrde in diesem Lied Gewalt, sexuellen Mi\u00dfbrauch und sogar Lustmord verherrlichen.<\/p>\n<p>Mehrere deutsche Sendeanstalten entschlossen sich daraufhin zu einem Boykott des umstrittenen Liedes samt Video und setzten es auf die schwarze Liste. Der gro\u00dfe Medienrummel lie\u00df die Plattenverk\u00e4ufe nat\u00fcrlich erst recht in die H\u00f6he schnellen, und &#8222;Jeanny&#8220; wurde im gesamten deutschsprachigen Raum zum Spitzenreiter der Hitparaden. Falco, der zu dieser Zeit gerade Urlaub auf den Jungferninseln machte, sagte nach seiner R\u00fcckkehr: &#8222;Ich h\u00f6r&#8216; immer ,Mord&#8216;, ich wei\u00df nicht, was das soll. Ich wollte keine Frauenm\u00f6rdernummer machen, sondern eine m\u00f6rderische Nummer.&#8220; &#8211; Und f\u00fcr seine Fans war sie das auch, sie konnten und wollten die Zensur von seiten der Rundfunkanstalten \u00fcberhaupt nicht verstehen, ja protestierten heftigst dagegen und kauften w\u00e4hrend dieser Zeit an die 50.000 &#8222;Jeanny&#8220;-Singles t\u00e4glich.<\/p>\n<p>Falco hatte sich in den letzten f\u00fcnf Jahren einen Stellenwert in der Popgeschichte erarbeitet, von dem \u00f6sterreichische Popmusiker vorher nicht einmal zu tr\u00e4umen wagten &#8211; und bis heute nur tr\u00e4umen k\u00f6nnen. Es schien, als h\u00e4tte er den Zenit seines Erfolges erreicht, aber dann, im M\u00e4rz des Jahres 1986, geschah das f\u00fcr einen \u00f6sterreichischen Musiker bislang Unfa\u00dfbare, das, mit dem niemand &#8211; und am wenigsten Falco &#8211; gerechnet hatte in f\u00fcr Amerika schnellen nur 7 Wochen schiesst  &#8222;Rock me Amadeus&#8220; an die Spitze der amerikanischen Billboard-Charts, des Heiligen Grals der Popmusik, und h\u00e4lt sich drei Wochen lang vor Prince mit &#8222;Kiss&#8220; als uneinnehmbare Nummer 1 an der Spitze. Falco ist mit seinen 29 Jahren der erste deutschsprachige Popmusiker, der die US-Single-Charts anf\u00fchrt, und erreicht damit das h\u00f6chste Ziel, das man als Popmusiker erreichen kann, das, wovon alle tr\u00e4umen: weltweit die Nummer 1 zu sein.Falco befand sich gerade in illustrer Runde in einem Wiener Innenstadtlokal, als ihn die Nachricht erreichte, da\u00df &#8222;Rock me Amadeus&#8220; die Nummer 1 in den USA sei. Alle freuten sich, waren in ausgelassener Stimmung, nur Hans wurde immer ruhiger und nachdenklicher.<\/p>\n<p>Als ihn die anderen ermunterten, er solle sich doch freuen, schlie\u00dflich sei er die Nummer 1, antwortete er mit Tr\u00e4nen in den Augen: &#8222;Nein, ich kann mich dar\u00fcber nicht freuen, weil ich das nie mehr schaffen werde!&#8220; Einige Jahre sp\u00e4ter sagte er: &#8222;Ich war gar nicht gut drauf, als ich h\u00f6rte, ich bin Nummer 1 in Amerika, weil ich wu\u00dfte, was das f\u00fcr eine Belastung ist. Ich habe fast f\u00fcnf Jahre gebraucht, um diese wieder einigerma\u00dfen loszuwerden.&#8220; Von diesem Druck, der seit dieser Zeit auf ihm lastete, konnte er sich nie mehr g\u00e4nzlich befreien &#8211; er behinderte ihn zusehends bei seiner Arbeit.<\/p>\n<p>Es war aber nicht nur die Single &#8222;Rock me Amadeus&#8220; in den USA erfolgreich, auch das Album &#8222;Falco 3&#8220;, das fast ausschlie\u00dflich deutschsprachige Songs enth\u00e4lt, hielt sich wochenlang in den amerikanischen Top ten und konnte sich bis auf Platz 3 vorarbeiten. Das &#8222;Amadeus&#8220;-Video lief auf MTV in &#8222;heavy rotation&#8220;. Falcos amerikanische Plattenfirma scheute keine Kosten und M\u00fchen f\u00fcr die Vermarktung des Albums. Werbung f\u00fcr Falco gab es \u00fcberall: im Fernsehen, im Radio, im Kino, in den Zeitungen und auf Plakaten. Es wurde sogar eine eigene Falco-Hotline eingerichtet, wo sich Fans mit ihren Fragen hinwenden konnten: &#8222;For a good time call Falco: 1-800-841-1223&#8220;, stand auf \u00fcberdimensionalen Plakaten zu lesen.<\/p>\n<p>Falco hingegen hielt seine eigenen PR-Auftritte in den USA in Grenzen. Er wollte vorerst gar nicht zwecks Promotion in die USA reisen, denn er war der Ansicht: &#8222;Wenn die Leute die Platte kaufen wollen, dann kaufen sie sie sowieso, ob ich hin\u00fcberkomme oder nicht!&#8220; Erst nach langem Dr\u00e4ngen seiner Plattenfirma flog Falco f\u00fcr zehn Tage im Mai nach Amerika, um in New York und Los Angeles die Runde bei Journalisten zu machen. Er gab unz\u00e4hlige Zeitungsinterviews, nahm an Talkshows teil und trat in verschiedenen Fernsehsendungen auf. &#8222;Was ich prim\u00e4r im Auge hatte, war, nicht f\u00fcr die aktuellen Lieder zu werben, sondern mich als Person zu vermarkten&#8220;, meinte Falco nach seiner R\u00fcckkehr aus den USA.<\/p>\n<p>Der kometenhafte Aufstieg des Falken in den USA fand nur deshalb ein j\u00e4hes Ende, weil er es vorzog, in seiner Heimat zu bleiben. Falco: &#8222;Ich h\u00e4tte oftmals Gelegenheit gehabt, nach Amerika zu gehen. Ich habe es nicht getan, weil das Sch\u00f6nste an der amerikanischen Fahne die rotwei\u00dfroten Streifen sind.&#8220; Der internationale Erfolg beschr\u00e4nkte sich nat\u00fcrlich nicht nur auf die USA, &#8222;Rock me Amadeus&#8220; erreichte weltweit Spitzenplazierungen in den Charts von S\u00fcdamerika bis Japan, wurde auch Nummer 1 in Gro\u00dfbritannien, was Hans fast noch mehr bedeutete als die Nummer 1 in den USA. Immerhin gilt Gro\u00dfbritannien als das Mutterland des Pop.<strong><\/p>\n<h5><a href=\"https:\/\/www.falco.at\/#bio\" title=\"Biographie\">>>zur\u00fcck zur BIOGRAPHIE<<<\/a><\/h5>\n<p><\/strong><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Wien zur\u00fcckgekommen, sagte er sich abrupt von seinem Produzenten Robert Ponger los und wechselte auf Vermittlung von Horst Bork zum holl\u00e4ndischen Produzenten-Br\u00fcderpaar Rob und Ferdi Bolland, die in Hilversum ihr Bullet Sound Studio betreiben und mit denen er eine Cover Version des Cars Titels \u201eLooking for love\u201c einspielen wollte . Zu dieser Zeit erschienen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.falco.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/262"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.falco.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.falco.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falco.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falco.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=262"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.falco.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/262\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":871,"href":"https:\/\/www.falco.at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/262\/revisions\/871"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.falco.at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}